Wahljahr 2017

30. Mai 2017

Präampel_Wahljahr_2017

 

Der Staat soll den Einzelnen vor der Gesellschaft und die Gesellschaft vor dem Einzelnen schützen. Letzteres ist in den letzten fünfzig Jahren immer weniger geschehen. Die Regierungsparteien haben sich immer mehr ihrer eigenen Macht als dem Volk verpflichtet gesehen.

Unsere Demokratie wäre eigentlich die Staatsform, wo der „kleine Mann“ nach Artikel 20 des Grundgesetzes die meiste Macht hätte, aber der mittlerweile zügellose „Raubtierkapitalismus“ hat die schwachen, weil hoch verschuldeten Regierungen im Würgegriff, und setzt seine Macht durch. Leider gerade unter der SPD Regierung Schröder sind viele Barrieren geschleift worden, die eine soziale Marktwirtschaft ermöglicht haben. Den Rest des Beitrags lesen »

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Mathematik verstehen? Mir hat sich die Mathematik erst erschlossen, als ich auf der Uni das Programmieren gelernt habe. Da wurde mir klar, dass Mathematik eine Sprache ist, eine Sprache, die es erlaubt, Sachverhalte zu beschreiben, die sich mit Zahlen erschließen lassen. Wie eine Sprache kann man Mathematik nicht „verstehen“ sondern muss viel auswendig lernen. Man kann nicht verstehen, warum ein mal eins gleich eins ist, und eins und eins gleich zwei, das ist nämlich nur im Dezimalsystem so. Der Computer rechnet eins plus eins ist gleich eins null. Also ist das eine Vereinbarung, auf der alle anderen Regeln logisch aufgebaut sind. Logisch heißt auch nicht, das habe ich verstanden, sondern dies ist die einzige richtige Möglichkeit. Die Zahlen sind die Worte der Sprache, und die Rechenregeln sind die Grammatik, alles muss man auswendig lernen. Wer die Grundlagen gelernt hat, kann darauf aufbauend die Regeln nutzen, um ein unbekanntes Problem auf ein bekanntes Problem zurückführen, und so lösen. Der eigentliche Charme der Mathematik ist aber nicht die Beschreibung eines Zustandes, sondern die Möglichkeit in den Formeln Werte zu variieren, und so Aussagen zu machen, die über den derzeitigen Zustand hinaus gehen, quasi in die Zukunft zu schauen. Was uns in der Schule so viele Schwierigkeiten macht, ist, dass Mathematik als Selbstzweck verkauft wird, und nicht als Hilfsmittel, das würde dem Selbstverständnis mancher Lehrer schaden. Die Übungsaufgaben sind nämlich meist Beispiele aus der Physik, der Finanzwelt oder anderen Bereichen. Zuerst muss man die dortigen Regeln und Zusammenhänge verstehen, bevor man sie mit der Mathematik beschreiben kann, eine doppelte Schwierigkeit. Wer das mathematische Rüstzeug nicht beherrscht, kann den Sachverhalt nicht beschreiben und deshalb auch nicht einer Lösung zuführen. Also großes und kleines Einmaleins, Dreisatz, Lösung zweier Unbekannten mit zwei Gleichungen, quadratische Gleichung sollte man „im Schlaf“ beherrschen, das hilft auch im Alltag. Was man auswendig gelernt hat, ist sofort parat, und fehlerfreier als Hergeleitetes. Dann kann Mathematik auch richtig Spaß machen.

11. September 2016

Mechatronik- Tricks

30. Januar 2010

In der Mechatronik hat die Elektronik kein eigenes Gehäuse, sondern sitzt im Sensor- oder Aktorgehäuse.

Die damit verbundenen erhöhten Anforderungen an Temperatur- und mechanischer Belastung werden u.A. mit folgenden Maßnahmen gelöst:

Ausgewählte Beispiele für Schaltungen, Anordnungen und Dimensionierungen: Den Rest des Beitrags lesen »


Scheitern des Umweltgipfels in Kopenhagen Dezember 2009

19. Dezember 2009

 Könnte es sein, dass die Politiker gar keinen guten Job machen konnten? Ist eine so vage Zielsetzung geeignet, wirklich konkrete Maßnahmen und erhebliche finanzielle Mittel zu vereinbaren?

Scio, ut nescio (lat. Ich weiss, dass ich nichts weiss) wäre doch eher angebracht. Zwei Grad Temperaturerhöhung gegenüber dem Beginn des Industriezeitalters als fixe Grenze? Als Naturwissenschaftler (er sollte Wissen über die Natur schaffen) sollte man ein paar ganz einfache Fragen stellen: Den Rest des Beitrags lesen »


Motivation… drunter das Aktuelle

18. November 2009

Diese Seiten, Artikel, Bilder und Dokumente sollen der Kommunikation mit Menschen dienen. Ich habe mir schon viel Wertvolles aus dem Internet geholt, und möchte hier etwas von mir zurückgeben. Als Ingenieur und Naturliebhaber, aber als auch kritischer Geist gegenüber einigen gesellschaftlichen Strömen berichte ich hier über das, was mir wichtig ist, und für einige Leser hilfreich sein könnte.

Besuchen Sie auch meine weiteren Blogs: http://24volthausnetz.wordpress.com und http://greenheat24.wordpress.com

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Wie macht man ein Patent

16. November 2009

Wie macht man ein Patent? (Sektor Elektronik, Mechanik, Mechatronik und Allgemein)

Na ganz einfach: lösen Sie eine Aufgabe anders, als sie bisher gelöst wurde. Bei einer neuen Aufgabe, die sich bisher nie so gestellt hat, ist das ja relativ einfach. Gibt es bereits eine Lösung, aber diese kann oder darf man nicht benutzen, hilft immer eine Maxime:

GENIAL EINFACH.

Überlegen Sie sich, was ist die eigentliche Funktion, der Kundennutzen, und was ist das Drumherum.

Wir Entwickler sehen ja oft die Notwendigkeit, alles wissen, und deshalb messen zu wollen. Viele Geräte haben heute mehr Aufwand in Hardware und Software für Messen und Kommunikation, als für die eigentliche Funktion. Ob das in allen Fällen so sein muss, ist zu hinterfragen. Natürlich hat die Digitaltechnik immense Vorteile, vor allem, wenn die Funktion auch auf Lernfähigkeit beruht. Viele Funktionen können aber auch rein analog gelöst werden, nur sind die Kenntnisse hier nicht mehr so weit verbreitet.

Viel Potential steckt immer in der Verpackung der Funktion. Hier ist das größte Problem, dass Elektronikingenieure und Maschinenbauer eine so völlig getrennte Ausbildung, und daher auch verschiedene Denkweise haben. Vor allem gehen sie oft nicht aufeinander zu. Als einer der Mechatronikpioniere (ich habe ab 1966 noch Maschinenbau und Elektrotechnik an der TH in München studiert) war es unsere Aufgabe, die Elektronik an einem langem Kabelbaum raus aus ihrem eigenen Gehäuse direkt in die Sensoren oder Aktoren im Motorraum zu integrieren. Dazu waren natürlich Bauteile und Aufbautechnologien zu qualifizieren, die den dort vorhandenen Temperatur- und mechanischen Belastungsstress tausende von Stunden überleben können. Dies bedeuted eine enge Verzahnung von Elektronik- und Mechanikentwicklung.

Wir haben darüber hinaus in der Entwicklung Fertigungsunterlagen erzeugt. Das bedeutet, dass zwischen Entwicklung und Fertigung keine weitere Organisation das Entwicklungsergebnis nochmal fertigungsgerecht überarbeiten musste. Die Entwickler haben ihr Produkt selbst in Serie begleitet, und dabei gelernte Probleme in der nächsten Generation sicher vermieden.

Zurück zu den Patenten. In der oben geschilderten Gesamtschau der Entwickler, dieses bewusste „über den Tellerrand schauen“, ist eine weitere Quelle der Innovation. Kann ein Bauteil vielleicht mehrere Funktionen erfüllen, oder was muss man ändern, dass das möglich wird. Auch hier steckt im Weglassen Potential.

Oft denkt ein Bereich, das muss unbedingt sein, der in der Prozesskette nachfolgende Bereich benutzt das aber garnicht. Der „Lieferant“ macht Überstunden dafür, und der „Kunde“ wirft es weg.

Wir haben oft darüber diskutiert, wie man eine Atmosphäre für Innovationen schafft. „Bei dem Stress hier, kann einem ja nichts einfallen“. Natürlich muss man im Kopf frei sein für etwas Neues. Sehr oft, und am zuverlässigsten, wird dieser Freiraum aber durch Not erzeugt. Der Spruch „Not macht erfinderisch“ hat sich auch bei uns öfters bewahrheitet.

Wesentlich für ein gutes Patent ist dann die Zusammenarbeit zwischen Patentanwalt und Erfinder, hier sollten auch übergeordnete Ansprüche definiert werden. Das Wichtigste ist dann die Vergütung der Erfinders nach Arbeitnehmererfinder Gesetz. Das ist zwar ein Gesetz, wird aber von manchen Arbeitgebern sehr stiefmütterlich umgesetzt, womit wir dann wieder bei Motivation und Erzeugung einer innovativen Atmosphäre angekommen sind.


Management und Innovation

16. November 2009

Wann haben Sie Ihr letztes Konzert mit Chor und Orchester erlebt? Können Sie sich erinnern mit wieviel Konzentration und Hingabe die Sänger und Musiker bei der Sache sind, mit wieviel Leidenschaft und Körpereinsatz der Dirigent diese Menschen zu einem Ziel zusammenführt? Das Ziel ist Musik, die optimale Interpretation eines Kunstwerkes, die Transformation von den Noten auf Papier in die Herzen der Zuhörer. Selbstlos stellen die Künstler ihr Können in den Dienst des Chores und bringen die Musiker ihre Virtuosität in den Klangkörper ein, als Einzelner annonym, aber als Chor und Orchester berühmt.

Da war natürlich am Anfang ein Genie, das ein Kunstwerk komponiert hat, das die Künstler ja „nur“ interpretieren müssen.

In der Industrie haben wir es da viel schwerer. Wo ist der Visionär, der ein Produkt schon ausgereift vor seinem geistigen Auge sieht, der sofort eine vollständige, routinierte Mannschaft für die Umsetzung begeistern kann, und umgehend auch den Applaus der Kunden bekommt? Wir müssen immer neue Produkte schaffen, innovativ und kommerziell erfolgreich.

Innovation beginnt oft dort, wo wir über unseren Tellerrand hinaus in fremde Bereiche schauen. Da gibt es oft die Erkenntnis, dass es dort ähnliche Aufgaben gibt, die aber ganz anders gelöst werden. Die Frage „warum machen wir das nicht auch so“, ist sehr kreativ, und garnicht so abwegig, denn wir sehen ja einen Lösungsweg.

„Not macht erfinderisch“ sagt der Volksmund, und weist damit darauf hin, dass wirklich der volle Einsatz Aller notwendig ist, etwas anders zu machen. Erst wenn durch die Not Allen klar ist, dass man mit der gleichen Vorgehensweise, die uns in die Not geführt hat, aus dieser nicht mehr heraus kommt, ist der Mensch bereit für Änderungen. Leider ist eben nur in der Not das Potential am Größten.

Es gibt Teile der Chaos-Theorie, die auch auf Unternehmen angewendet werden.

Danach wird ein Unternehmen in einer chaotischen Phase gegründet. Der Gründer macht alles alleine, er entwickelt, er kauft ein, er baut, er liefert aus und rechnet ab.

Ist er damit erfolgreich, weil er ein momentanes Bedürfnis des Marktes gut bedient, wächst sein Geschäft.

Nun braucht er Mitarbeiter, mehr Platz, mehr Kapital usw.

Noch überblickt er alle Abläufe und steuert alle Mitarbeiter direkt, das geht bei einstelliger Mitarbeiterzahl.

Wächst die Zahl darüber hinaus, braucht der Betrieb eine Organisation, die tägliche Arbeit muß auch ohne den unmittelbaren Einfluss des Chefs funktionieren. Jetzt wird nicht nur die Arbeit, sondern auch ein Teil der Macht aufgeteilt, nämlich vom Chef auf die Organisation, an die sich der Chef ja nun auch halten muß (das ist oft das größte Problem).

Diese Phase ist meist die beste Phase eines Unternehmens, es wächst innerhalb einer effektiven Organisation stetig weiter, einzelne Mitarbeiter bauen sich eigene kleine Machtbereiche auf. Das ist solange in Ordnung, solange das Unternehmensziel im Mittelpunkt steht.

Dann hat sich plötzlich irgend etwas verändert.

Der Markt hat sich verändert, Produkte von Wettbewerbern erfüllen die Bedürfnisse noch besser (man hat geschlafen).

Die Organisation hat sich so selbständig gemacht, dass mehr kontrolliert als gearbeitet wird.

Die Entwicklung riskiert keine neuen Werkstoffe, Technologien und Verfahren.

Der Vertrieb hat vergessen, dass uns der Herrgott zwei Ohren, aber nur einen Mund gegeben hat, und dem Kunden was aufgeschwatzt, was der garnicht braucht, aber nicht zugehört, wo wirklich neue Bedürfnisse entstanden sind.

Die Kaufleute wollten endlich auch Kreativität beweisen und sind in das Glücksspiel eingestiegen, das Geld ist weg.

Jetzt bricht die ganze Ordnung zusammen, man steht vor dem Bankrott.

Jeder will für sich die Firma retten, die alten Abläufe und Machtstrukturen funktionieren nicht mehr, der Betrieb ist wieder in einer chaotischen Phase, diesmal auf einer höheren Ebene.

Wenn nun die richtigen Mitarbeiter ihre volle Kreativität freisetzen, und schnell und fehlerfrei arbeiten, wird die Firma in eine neue Wachstumsphase gelangen, in eine neue Organisationsphase usw.

Soweit die Theorie.

Die Grundidee ist aber, dass eine Firma immer wieder chaotische Phasen braucht, mit Veränderungsprozessen, um sich an die sich stetig verändernde Umwelt anzupassen. Für diese Veränderungsprozesse braucht es ein starkes Management, denn hier muss hart, schnell und fehlerfrei gehandelt werden.

Eine Form der chaotischen Phase sind die „schwarzen Projekte“. Untersuchungen zeigen, dass mit ihnen die höchste Effizienz im Entwicklungsprozess und auch sehr oft die wichtigsten Umsatzträger entstanden sind.

Schwarze Projekte erscheinen auf keiner Projektliste, durchlaufen keinen Besprechungs- Marathon, sind keine Projektfinanzierungslüge, werden konspirativ von wenigen Verschworenen durchgezogen, und erst öffentlich gemacht, wenn der Kunde mit Bestellung droht. Bis zu 15% der Gesamtprojekte sind in vitalen Firmen „schwarz“ und sichern damit langfristig das Überleben.

Weil die Mitarbeiter ja neben ihrer normalen Arbeit solch ein Projekt bearbeiten, zum Teil sogar in ihrer Freizeit, ist die Kommunikation und Projektkontrolle optimal. Es steckt in allen die Vision, etwas ganz Neues zu machen, das schweißt zusammen.

Das Wichtigste ist eben die Inbrunst aller Mitarbeiter, sich in den Dienst des Unternehmens zu stellen, womit wir wieder bei der Kunst angelangt sind.